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Statutarstadt

Eine Statutarstadt ist eine Stadt mit eigenem Statut: Sie nimmt neben den Aufgaben der Gemeinde auch die der Bezirksverwaltung wahr. In Österreich gibt es 15 davon, ihre Behörde heißt Magistrat.

Welche Städte sind das?

Die 15 Statutarstädte Österreichs
Bundesland Statutarstädte
Wien Wien
Niederösterreich St. Pölten, Krems an der Donau, Waidhofen an der Ybbs, Wiener Neustadt
Oberösterreich Linz, Wels, Steyr
Steiermark Graz
Kärnten Klagenfurt am Wörthersee, Villach
Salzburg Salzburg
Tirol Innsbruck
Burgenland Eisenstadt, Rust

Vorarlberg hat keine Statutarstadt. Rust ist mit rund 2.000 Einwohnern die kleinste, Wien die größte.

Was das praktisch bedeutet

Sie haben nur eine Anlaufstelle: Der Magistrat erledigt Meldewesen und Urkunden wie ein Gemeindeamt und Reisepass, Führerschein und Gewerbe wie eine Bezirkshauptmannschaft. In Wien übernehmen die Magistratischen Bezirksämter die Aufgaben vor Ort.

Eine Ausnahme gilt beim Auto: In den meisten Statutarstädten ist die Landespolizeidirektion Kfz-Behörde, nicht der Magistrat. In Krems und Waidhofen an der Ybbs bleibt es beim Magistrat.

Abgrenzung

Nicht jede große Stadt ist eine Statutarstadt: Dornbirn, Feldkirch und Wolfsberg sind größer als Rust, gehören aber zu einem Landbezirk. Das Statut verleiht der Landesgesetzgeber, es hängt nicht allein an der Einwohnerzahl — verlangt werden allerdings mindestens 20.000 Einwohner, bestehende Statute bleiben davon unberührt.

Häufige Fragen

Ist eine Statutarstadt ein eigener Bezirk?

Ja, jede Statutarstadt bildet einen eigenen politischen Bezirk. Deshalb hat sie in der Regel auch ein eigenes Kfz-Kennzeichen.

Warum heißt die Behörde Magistrat?

Weil sie zugleich Gemeindeamt und Bezirksverwaltungsbehörde ist. Der Magistratsdirektor leitet den Verwaltungsapparat, an der Spitze steht der Bürgermeister.

RECHTSGRUNDLAGE
Rechtsgrundlage
GrundlageBundes-Verfassungsgesetz, Artikel 116 Absatz 3
Quellewww.ris.bka.gv.at
QUELLEN

Wo dieser Begriff erklärt wird

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